Unfall teltow heute

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Unfall teltow heute ; Jens Zwerschke (39) trauert seit vier Jahren um seine Eltern. Seit vier Jahren kämpft der Sohn für Gerechtigkeit. Der Streit mit dem Land Brandenburg um Schmerzensgeld und Hinterbliebenenversorgung wurde am Donnerstag mit einem Vergleich beendet.

Vor dem Landgericht Potsdam ist eine Einigung über die 20.000 Euro erzielt worden, die das Land für den Tod von Antje (60) und Michael Zwerschke (70) zahlen will. Ihr Sohn hatte zunächst 90.000 Euro von ihr verlangt.

Die BZ-Analogie sei für ihn akzeptabel, so Jens Zwerschke, aber der Rest des Landes müsse ihm zustimmen.

Am 15. Oktober 2017 wurden seine Eltern bei einer Fahrt durch Teltow mit Blaulichtbefehl (Brandenburg) von einem Polizeifahrzeug zu Tode geprügelt. Der Einsatzwagen war mit Blitzlicht, Sirene und einer Geschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern an der Kreuzung angekommen.

Einen Viertelmeter nach innen durch die Wucht des Aufpralls auf der Beifahrerseite stürzte der Audi A3, in dem die Kinderkrankenschwester Antje und der Bombenentschärfer Michael Zwerschke saßen, und landete auf der Seite. Die Eltern wurden von Rettungskräften wieder zum Leben erweckt. Vergeblich!

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Zwei Jahre später wurde der Autofahrer verurteilt: Kommissar David H. (30) wurde im Juni dieses Jahres nach einem Schuldspruch zu einer Geldstrafe verurteilt. Bei fahrlässiger Tötung wird eine 90-Tage-Gebühr zu je 50 Euro erhoben.

Anfangs hatte das Land Brandenburg 7500 Euro pro Elternteil bereitgestellt. Im Fall von Zwerschkes Vater wurde die Strafe jedoch um die Hälfte herabgesetzt, da die Polizei glaubte, er sei in den Unfall verwickelt.

Nun hat sich aber auch Thomas Ewert, Rechtsanwalt des Landes Brandenburg, zugestimmt, sich an diesem Verfahren zu beteiligen. “Die Wahrscheinlichkeit einer Mittäterschaft wird weit unter 50 % liegen”, prognostizierte der Richter gestern. Für den Sohn ist ein wesentlicher “emotionaler” Aspekt entscheidend: “Eigentlich ist es bedeutender als das ganze Geld zusammen.”

Im Vergleich wird der Schmerzensgeldersatz nicht mehr berücksichtigt. Trotzdem hat der Sohn nun zumindest Anspruch auf eine höhere Hinterbliebenenleistung als sein Vater.

In der Stadt Teltow-Fläming ist eine 22-jährige Frau bei einem Autounfall ermordet worden. Nach Polizeiangaben verlor die Fahrerin in der Nacht zum Freitag auf der Bundesstraße 96 zwischen Zossen-Wünsdorf und Baruth/Mark die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte mit ihrem Fahrzeug gegen einen Baum.

Die junge Frau wurde noch an der Unfallstelle für tot erklärt. Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurde das Auto nach vorne und in den Fahrgastraum geschleudert. Warum der 22-Jährige auf den Autobahnrand fuhr, ist noch unklar.

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